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Informationen zu dem Konzert am
11. März 2012, 17.00 Uhr im Leonhard-Gläser-Saal in Siegen:

Joseph Haydn:  „Die Schöpfung"

Joseph Haydn erhielt die Anregung zur Komposition der „Schöpfung“ während seiner zweiten Englandreise, die er von Januar 1794 bis August 1795 durchführte. Durch Händels Oratorien, denen er in London immer wieder in Aufführungen begegnete, zutiefst beeindruckt, fand er sich nach seiner Rückkehr  sehr schnell dazu bereit, ein abendfüllendes Werk zu schreiben. Der Vorschlag kam vom Direktor der Wiener Hofbibliothek, Gottfried van Swieten. Als Vorlage sollte ein berühmtes Gedicht John Miltons „Paradise Lost“ („Das Verlorene Paradies“) dienen, das sein Freund van Swieten ins Deutsche übersetzt hatte.
Die Gestaltung des Textes und die darin enthaltene religiöse Betrachtung der Natur stellten einen Stoff dar, der Haydns Wesen besonders entgegenkam. Zutiefst erfüllt von seiner Aufgabe, begann er 1795 mit der Komposition der „Schöpfung“ und vollendete sie erst 1798. Gemessen an dem Arbeitstempo, das er sonst ansetzte, ist erkennbar, wie sehr sich Haydn mit diesem Werk auseinandergesetzt hat. Der 65-jährige Meister war sich der Verantwortung bewusst, die er mit der Wahl eines solch umfassenden Themas übernommen hatte, und so manche Skizzen, mehrere Entwürfe und in letzter Minute vorgenommene Änderungen, die in den verschiedenen Manuskripten der Wiener Bibliotheken zu finden sind, verraten, dass er niemals zuvor seine Aufgabe ernster genommen haben dürfte.
Am 30. April 1798, fand die Uraufführung statt im Palais des Fürsten Joseph Schwarzenberg, der den Adel und alle Musikfreunde Wiens dazu eingeladen hatte. Das Werk machte einen tiefen Eindruck auf alle Anwesenden, und der Erfolg war so groß, dass auch zwei weitere Vorstellungen am 7. und 10. Mai ausverkauft waren. Mit der ersten öffentlichen Aufführung im März 1799 erlebte die Komposition eine ungewöhnlich rasche Verbreitung. Bereits 1800 fanden Konzerte mit Haydns Oratorium in Budapest, Prag, Berlin, Leipzig und Paris statt. Die „Schöpfung“, vollkommener Ausdruck der Größe der Begabung Haydns wurde zum Ereignis der musikalischen Welt auf Jahrzehnte hinaus. Und mit dem Druck der Partitur, den der Komponist mit Hilfe von Subskribenten durchführen konnte, wurden in zahlreichen Städten eigene Chorvereinigungen gegründet, um dieses Werk aufführen zu können.
Das Oratorium besteht aus drei Teilen. Die Erzengel Gabriel, Raphael und Uriel erzählen die Schöpfungsgeschichte in Rezitativen und Arien, während der Chor betrachtend hinzugezogen wird und besonders dramatische Höhepunkt unterstreicht. Der erste Teil behandelt den ersten bis vierten Schöpfungstag mit der Erschaffung der Erde und der Gestirne, der zweite Teil den fünften und sechsten Tag mit der Erschaffung der Tiere und Menschen. Der dritte Teil feiert die paradiesischen Freuden des siebten Tages.
Der Ton bei Haydn ist von religiösem Ernst und ungestümer Lebensfreude geprägt. Hiervon zeugen unter anderem die volksliedartigen Melodien der Arien, die leicht ansprechen. Haydn wollte das Werk von allen Menschen verstanden wissen.

 

Die Leitung hat Lothar Rudolf Mayer.

Karten zu einem Einheitspreis von 15,90 € inkl. VVK sind beim Philharmonischen Chor Siegen (02741 21315), bei der Konzertkasse der Siegener Zeitung (0271 5940-350), bei allen Proticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen Online-Kartenanfrage auf dieser Homepage zu bekommen.


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